Spital Triemli, Zürich
Bild: Spital Triemli, Zürich
Mit dem «2000-Watt-Spital» Triemli soll ein Referenzobjekt für energieeffiziente Spitalbauten entstehen – so eines der Stadtzürcher Legislaturziele. Damit das ehrgeizige Ziel erreicht werden kann, muss der Energieverbrauch im Teilbereich «Beleuchtung» deutlich unter den Minergie-Anforderungen liegen. Während sich das Berechnungstool für Minergiebeleuchtungen bei Schul- und Bürobauten bewährt hat – es gibt hervorragende Referenzobjekte – sind bei Spitälern sowie Alters- und Pflegeheimen erst Versuche und Hochrechungen, jedoch nur wenige Erfahrungen vorhanden. Der Handlungsbedarf ist laut Daniel Tschudy und Björn Schrader, den Lichtplanern des «2000-Watt-Spitals» enorm. Für sie ist der Gebrauchsort des Lichts zentral: «An welcher Stelle ist welche Beleuchtungsstärke erforderlich und wie gelangt der Lichtstrom möglichst effizient dahin?» Die Lichtplaner halten sich dabei an den Grundsatz, dass Licht zur Sehaufgabe gehört und die räumliche Wirkung nicht zu vernachlässigen ist. Das Konzept «Licht zur Sehaufgabe» wird in einzelnen Bereichen von Spitälern seit langem umgesetzt.

 
Lichtlügen
Bild: Lichtlügen
Behauptung:

Das Einschalten einer Leuchtstofflampe braucht mehr Energie als diese eine Stunde zu betreiben.

Richtig ist:

Kein Mehrverbrauch an Energie aufgrund des Einschaltens! Abschalten bringt immer eine Reduktion des Stromverbrauches. In der Zündzeit von kaum einer Sekunde würde der Stromverbrauch einer 36-Watt-Lampe, wie behauptet, zu einer Leistung von 130'000 Watt führen. Das hält keine Sicherung aus, auch keine Hauptsicherung eines ganzen Gebäudes.

Weitere Lichtlügen finden Sie im pdf-Dokument zum Downloaden.


 
Wohnhaus Rumein (GR)
Bild: Wohnhaus Rumein (GR)
Das Haus stimmt, der Komfort stimmt und die Beleuchtung sowieso. Viele Energiesparhäuser liegen in Agglomerationen; der Energieaufwand für die dazugehörige Mobilität übersteigt oft den häuslichen Bedarf. Je nach Systemgrenze zur Bewertung der Energieeffizienz ergeben sich deshalb ganz andere Zahlen. Das gilt auch für das Ferien- und Wochenendhaus der Familie Gasser-Stokar im Lugnez. Bei einer typischen Nutzung braucht die Fahrt mit dem Auto mehr Kilowattstunden als für die ganzjährige Beheizung des Minergie-Hauses notwendig ist. Für die Bauherrschaft gilt der Vergleich nur bedingt: Sie fährt im Zug in die Berge – 16.37 Uhr ab Zürich HB. Der dreigeschossige Strickbau bildet, zusammen mit dem Benefizium des Klosters Disentis und der Antonius-Kapelle aus dem Jahre 1670, den südlichen Abschluss von Rumein, einer Fraktion von Degen bei Vella. Hinter den Strickbalken aus Tannen­holz verbergen sich 25 cm imprägnierte Papierschnitzel. Die Kombination von guter Wärmedämmung, hochwertiger Fenster und Lüftung mit Wärmerückgewinnung drückt den Heizbedarf auf 30 kWh je m2 Wohnfläche (entspricht drei Liter Heizöl). Ein Holzofen und eine Wärmepumpe decken diesen Bedarf.

 
Baltensweiler AG
Bild: Baltensweiler AG
Die Firma Baltenseiler AG befindet sich an der Stadtgrenze Luzerns in Ebikon. Design, Produktion und Marketing von Leuchten finden unter einem Dach statt. Die Leuchten werden in Serien von ca. 100 - 1000 Stück produziert und über den Fachhandel im In- und Ausland verkauft. Der Aufgabenbereich der Firma Baltensweiler umfasst zudem das Erarbeiten von Beleuchtungskonzepten, von Spezialanpassungen von Leuchten an architektonische Gegebenheiten sowie das Entwickeln von Einzelleuchten als einmalige Massarbeit. Der 54-jährige Gabriel Baltensweiler hat den Familienbetrieb BaltensweilerAG, Licht und Leuchten, vor zwanzig Jahren zusammen mit seiner Schwester Karin Baltensweiler übernommen. Aktuell bringt Gabriel Baltensweiler mit Leuchten mit LED-Technik auf den Markt: vier hocheffiziente Leuchtdioden sorgen für warmes und effizientes Licht auf dem Tisch.

 
Gutes Licht - Effizientes Licht
Bild: Gutes Licht -  Effizientes Licht
Es ist einfach, eine energieeffiziente Beleuchtung zu planen und zu installieren, wenn Raumgestaltung, Lichtwirkung und Wohlbefinden ausser Acht gelassen werden.

Und es ist auch einfach, mit Halogenspots, farbigen LEDs und viel Indirektlicht eine wirkungsvolle Lichtstimmung mit hohem Energiebedarf zu kreieren.

Anspruchsvoll ist die Vereinung von Energieeffizienz und Lichtqualität: Minergie formuliert genau diesen Anspruch. Nicht immer wird er erfüllt, doch es gibt gute Beispiele.

Die Toplicht-Dokumentation will den Spagat zwischen gutem und effizientem Licht mit Beispielen aufzuzeigen.

Weitere Rubriken wie Normen, Begriffe, Firmenportraits, Lichtgeschichten ergänzen die Beispiele.

 
Schulhaus Riederhalden
Bild: Schulhaus Riederhalden
Mit der Gesamtsanierung des Zürcher Schulhauses Riedenhalden musste auch die Beleuchtung erneuert werden. Wegen der Sichtbacksteinwände eine lichttechnische Herausforderung. Das Schulhaus Riedenhalden in Zürich-Affoltern bettet sich in einen steilen Hang, der Richtung Bahngeleise abfällt. Als erstes fällt der zentrale Pausenplatz und das dahinter stehende turmartige Sekundarschulhaus auf. Einseitig in den Hang eingegraben und ans Sekundarschulhaus angrenzend befinden sich die Turnhalle und der Spezialtrakt. An den anderen Ecken des Pausenplatzes sind das Gebäude mit dem Singsaal, der niedrige Primarschultrakt und die Hauswartwohnung angeordnet. Es sei lichttechnisch eine Herausforderung gewesen, die auf den Tischflächen geforderte Beleuchtungsstärke von 500 Lux zu erreichen, sagt Lichtplaner Christoph Dietlicher von der Neuen Werkstatt. Nicht nur die dunklen Innenwände, sondern auch die architektonischen Vorgaben machten es schwierig, den Minergie-Standard einzuhalten. Denn das Riedenhalden ist im Inventar der schützenswerten Bauten verzeichnet.

 
Schulhaus Münchenstein (BL)
Bild: Schulhaus Münchenstein (BL)
Ältere Beleuchtungsanlagen gehören zu den grössten Stromverbrauchern in Schulbauten. Die Anlagen im Gymnasium Münchenstein waren bereits 30 Jahre alt. Ihr Anteil am gesamten Stromverbrauch betrug ansehnliche 46%. Zudem waren die Anlagen auch ziemlich teuer im Unterhalt und entsprachen lichttechnisch nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das Amt für Umweltschutz und Energie Basel-Landschaft (AUE) rechnet vor: Allein durch die Wahl von Leuchten mit einem besseren Wirkungsgrad kann eine Reduktion um nahezu zwei Drittel des Stromverbrauchs erreicht werden. Das Messprojekt hat ergeben, dass das Licht zu 50% nicht eingeschaltet sein müsste, dies aber von den anwesenden Personen gar nicht wahrgenommen wird. Nun werden die Lampen automatisch ausgeschaltet, wenn es im Raum hell genug ist, oder sich niemand darin aufhält. Für Felix Jehle, Projektverantwortlicher vom AUE, war bei der Wahl des Beleuchtungssystems vor allem ein Punkt wichtig:«Das Licht muss trotz automatischer Regelung manuell ein- und ausgeschaltet werden können. Da die Lehrerschaft das Licht individuell steuern können soll». Der Einbau von Präsenzmeldern und Tageslichtsensoren lässt den Anteil der Beleuchtung am Stromverbrauch von ehemals 46% auf 16% sinken.

 
Schulhaus Im Bühl, Zürich
Bild: Schulhaus Im Bühl, Zürich
Das Schulhaus »Im Bühl« steht unter Objektschutz und stammt aus den Anfängen des letzten Jahrhunderts. Bei der baulichen und technischen Erneuerung musste das Gebäude in seinen wesentlichen Teilen erhalten bleiben. Die Schulzimmerbeleuchtung ist fast unscheinbar an der Decke seitlich der Schallschutz-Paneele integriert. In den Korridoren sind schmale versenkte Lichtbänder eingesetzt und das Treppenhaus beleuchten diskret vertikal integrierte aber effektvolle Lichtsäulen. In den Schulzimmern ist den Aspekten der Blendfreiheit und gleichmässiger Lichtverteilung mit einer neuen Leuchte Rechnung getragen. Eine relativ grossflächige Leuchtenabdeckung mit präzis geschliffener Prismenstruktur garantiert die Lichtqualität bei gleichzeitig hohem Leuchtenwirkungsgrad.

 
Schulhaus Bünzmatt, Wohlen (AG)
Bild: Schulhaus Bünzmatt, Wohlen (AG)
Von aussen zeigt sich das Schulhaus Bünzmatt III als schlichter Kubus. Denn eine kompakte Bauhülle ist praktisch ein Muss, um die Energiekennzahlen von Minergie zu erreichen. Doch bei der Gestaltung des Innenraums liess der Architekt Cornelius Morscher eine spannende und grosszügige Welt von Formen, Türmen, Treppen und Kuben entstehen. Er legte grossen Wert auf die Vielfalt der Räume und die Wegführung. Die Gänge sollten nicht, wie in Schulhäusern häufig üblich, im Nichts enden, sondern verschiedene Ausblicke in den Raum, in den Himmel oder ins satte Grün liefern. »Licht von der Seite, von vorne oder von oben, das Durchschreiten von hohen, engen, tiefen oder breiten Räumen machen das Schulhaus zum Erlebnisraum«, so der Architekt. Damit nimmt er die verspielte, skulpturale Bauweise der ersten beiden Bünzmatt-Schulhäuser im Innern des Erweiterungsbaus wieder auf. Auch der Sichtbeton bedeutet eine Anlehnung an die Altbauten aus den 60er Jahren, die anlässlich einer Gesamtsanierung von 1990 bis 1995 für eine Aussendämmung jedoch mit Metallplatten eingefasst wurden.

 
Schulhaus Hardau, Zürich
Bild: Schulhaus Hardau, Zürich
Das Zürcher Hardau-Quartier mit seinen vier von weit her sichtbaren Wohntürmen ist geprägt von hoher Verkehrsbelastung, grosser Wohndichte und wenig Grünflächen. Die Stadt Zürich arbeitet seit längerem an einer Aufwertung dieses Quartiers. Dazu gehört eine gute Infrastruktur – insbesondere im Schulbereich. Auch damit stand es in der Hardau nicht zum Besten: Mehrere Klassen mussten in provisorischen Baracken unterrichtet werden, Bibliothek und Gruppenräume fehlten. Aus diesem Grund wurden zwei bestehende Schulhäuser gleichzeitig nach Plänen des Architekturbüros EM2N erweitert: Das Primarschulhaus Hardau und die benachbarte Berufswahlschule. Da die Stadt Zürich all ihre Gebäude nach dem Minergie-Standard plant, waren die Vorgaben von Anfang an klar – auch punkto Beleuchtung. «Wir konnten die Planung schon darauf ausrichten, deshalb stellte uns die Beleuchtung nach Minergie nicht vor besondere Probleme», zieht Marc Holle, verantwortlicher Architekt von EM2N, eine erfreuliche Bilanz.

 
Regent AG - Manuel Levy
Bild: Regent AG - Manuel Levy
Die Firma Regent mit Sitz in Basel ist die grösste Leuchtenherstellerin in der Schweiz. Sie entwickelt, produziert und vertreibt Leuchten seit 1908. Aktuell gehen bei Regent täglich ca. 700 Aufträge ein; die Firma beschäftigt mehr als 500 Mitarbeiter in der Schweiz und Europa. Das Leitziel von Regent lautet: anspruchsvolle Kunden mittels hochwertiger Leuchten und Lichtsysteme zu begeistern. Wenn Manuel Levy von Licht spricht, denkt der Inhaber des Beleuchtungsunternehmens Regent nicht nur an möglichst viel Lux, sondern auch an Emotionen.

 
Bibliothek Liestal (BL)
Bild: Bibliothek Liestal (BL)
Eine gläserne Laterne überragt die Kantonsbibliothek Baselland in Liestal. Das Lichtkonzept des Minergie-Gebäudes ist bestechend einfach – dafür wirkungsvoll. Wo früher Wein lag, liegen heute Bücher. Das ehemalige Weinlager am Bahnhof Liestal aus dem Jahre 1924 beherbergt jetzt die Kantonsbibliothek Baselland. Das Gebäude ist markant: Auf dem Dach leuchtet nachts ein viereinhalb Meter hoher Glasaufbau wie eine Laterne, darunter sind die Buchstaben »À LA« lesbar. »À LA« findet seine Fortsetzung im Innern des Gebäudes. Auf dem Boden des Lichthofes ist ein mit Wasser gefülltes Bassin mit zerbrochenen Ziegeln ausgekleidet. Darin sind verschiedene Buchstaben frei angeordnet, die sich nach längerem Betrachten zum Wort »RECHERCHE« zusammenfügen. »À LA RECHERCHE« – ein Teil der von Stefan Banz geschaffenen Kunst am Bau – verweist auf das Wesen, den Zweck und die Funktion der Bibliothek.

 
Lichtgeschichten
Bild: Lichtgeschichten
Was hat Karl Marx mit der Glühlampe zu tun? Und 24 andere Merkwürdigkeiten.

1675 behauptet Isaac Newton, die Lichtstrahlung bestehe aus kleinen (materiellen) Teilchen, die von der Quelle ausgeschleudert werden.

1854 konstruiert der Gerätehersteller Heinrich Göbel in Amerika die ersten Glühbirnen. Sie brennen 400 Stunden. Eine dieser Lampen installiert Göbel auf dem Dach seines Hauses, worauf die Nachbarn die Polizei rufen. Diese verbietet dem Erfinder den «Unfug».

Bild oben: Anspruchsvolle Arbeit erfordert gutes Licht! (Kindheit Christi, 1620, Gerrit van Honthorst, bearbeitet nach einer Idee des SZ Magazins)


 
Lichtlabor Zumtobel Dornbirn
Bild: Lichtlabor Zumtobel Dornbirn
Lichtverteilkurven sind die Werkzeuge der Beleuchtungsplaner. Ihre Messung erfordert präzise Messgeräte, exakte Verfahren und viel Erfahrung. Bloss keine Erschütterung oder schnelle Bewegung – im Labor der Zumtobel Staff in Dornbirn werden Leuchtmittel wie auserlesene Weine behandelt. Die Spezialisten transportieren die Leuchtmittel behutsam und lagern sie horizontal in Schubladen auf einem blauen Teppich. Die Leuchtmittel sind zwar nicht so teuer wie ein edler Tropfen – doch für die Mitarbeiter des Lichtlabors sind sie ebenso wertvoll. Zumtobel Staff betreibt in Dornbirn eines der wenigen hoch präzisen Fotogoniometer in Europa. Die Spezialisten ermitteln damit Lichtverteilkurven (LVK) von 1300 bis 1500 Leuchten im Jahr. Die LVK-Diagramme geben für jede Richtung im Raum die Menge des abgestrahlten Lichtes an. Gemessen wird der Lichtstrom in Lumen (lm), bezogen auf den Raumwinkel (Masseinheit sr) ergibt sich daraus die Lichtstärke in der Einheit Candela (1 cd = 1 lm/sr).

 
Neue Werkstatt
Bild: Neue Werkstatt
1988 schlossen sich drei idealistische Jungdesigner zusammen, um die Welt mit Leuchten und anderen praktischen Dingen zu verbessern. Das Trio mauserte sich zum kleinsten ernst zu nehmenden Leuchtenproduzenten in der Schweiz. Das Konzept der Neuen Werkstatt ist ganz einfach: Zuhören, was der Kunde will, spüren, was er braucht und das entsprechende Produkt entwickeln. So geschehen mit der Leuchte Hellseher. Die Architekten, die 1998 den Umbau des Büros von Prager Dreifuss Rechtsanwälte in Zürich planten, suchten für deren Räume nach einer geeigneten Leuchte. Da ab Stange nichts zu finden den war, gelangten an die Neue Werkstatt. Das findige Trio entwickelte daraufhin die vollautomatische Stehleuchte Hellseher mit Lichtsteuerung und Präsenzmelder sowie als Variante eine Pendel- und eine Wandleuchte Hellseher.

 
Ribag AG - Heinrich Richner
Bild: Ribag AG - Heinrich Richner
1995 hat Heinrich Richner seine Vision in die Tat umgesetzt. Mit einer Fluoreszenzröhre und den damals neuen elektronischen Vorschaltgeräten baute er eine energieeffiziente Designer-Leuchte. Aus der leuchtenden Idee ist ein erfolgreiches Unternehmen entstanden. Fasziniert von der Ästhetik der Lichtbalken in Industriehallen und den elektronischen Vorschaltgeräten machte er sich an die Arbeit. Wichtige Voraussetzungen brachte Richner mit: Er kannte die Branche und die Tücken der Lichttechnik. Seine Ausbildung als Typograph zeigt sich in den sorgfältig gestalteten Produkte-Katalogen. Die Grundprinzipien der Gestaltung seien die gleichen, meint der Unternehmer. Richners Ziel war eine Fluoreszenzleuchte, die ins Büro und in die Wohnung gleichermassen passt.

 
Bürohaus Helvetia St. Gallen
Bild: Bürohaus Helvetia St. Gallen
Ein Haus aus Fenstern und Leuchten. Die Stehleuchte Pipe steht an der Decke, hat prominente Designer und leuchtet in einem Bürohaus in St. Gallen. 1989 gewann das damals nur lokal bekannte Architekturbüro Herzog & de Meuron (HdM) den Wettbewerb für die Erweiterung des Hauptgebäudes der Helvetia Versicherung auf dem Girtannersberg in St. Gallen. Bis zur Realisierung dauerte es über zehn Jahre. Die Helvetia Versicherung fusionierte mit der Patria und das Architekturbüro HdM avancierte zu einem weltbekannten Namen. Das Ziel, die Tätigkeiten der Versicherungsgruppe in St.Gallen zusammen zu fassen, blieb gültig. Das äussere – spektakuläre – Merkmal des Gebäudes bildet die Fassade, in der durch das abwechslungsreiche Abdrehen der einzelnen Fenster um eine der vier Kanten ein Patchwork-Effekt entsteht; sie war damals nicht Teil des Wettbewerbsbeitrages. Die Nachbarbauten wie auch die bepflanzte Umgebung lösen sich in einem Kaleidoskop von Einzelbildern in der Fassade auf.

 
Energie Schweiz - Michael Kaufmann
Bild: Energie Schweiz - Michael Kaufmann
Michael Kaufmann, Programmleiter von EnergieSchweiz, gibt Auskunft, wie die Zunahme des Elektrizitätsverbrauchs durch die Beleuchtung gestoppt werden soll.

Frage: Ist Licht bei EnergieSchweiz ein Thema? Michael Kaufmann: 13 % des schweizerischen Elektrizitätsverbrauches gehen auf das Konto der Beleuchtung. Daher muss Licht für EnergieSchweiz ein Thema sein – sowohl im privaten Haushalt als auch im öffentlichen Raum und grossen Gebäuden.

Frage: Wie gross schätzen Sie das Sparpotenzial? Tendenziell nimmt die Beleuchtung, das heisst die eingesetzte Lichtmenge, sowohl im privaten Bereich als auch im öffentlichen Bereich laufend zu. Deshalb hat der Stromverbrauch für die Beleuchtung trotz viel effizienteren Lampen nicht abgenommen. Dass der Effizienzgewinn durch den Mehrkonsum wettgemacht wird, beobachten wir auch in anderen Anwendungsgebieten.

Weitere Antworten zum Thema Elektrizität und Bleuchtung beantwortet Michael Kaufmann im Artikel (Download).


 
Schulhaus Herisau (AR)
Bild: Schulhaus Herisau (AR)
Die Berufsschule in Herisau erfüllt als erstes Gebäude der Schweiz den Minergie-Standard für Beleuchtung. Planung und 0ptimierung erfolgten mit der Methodik SIA 380/4. Ein typisches Beispiel aus der Hochkonjunktur: Rasch und kostengünstig wurde das Schulhaus anfangs der siebziger Jahre geplant und hochgezogen, 1975 kam es in Betrieb. Seither dient das Gebäude in Herisau als Appenzell-Ausserrhodisches Berufsschulzentrum. Die – aus heutiger Sicht – ungenügende Bauqualität zeigte Folgen: Bezüglich Komfort und Energieverbrauch gab das Zentrum zu Klagen Anlass; zudem wurde in diesen 25 Jahren kaum nachgebessert und im Unterhalt nur das Nötigste gemacht. Nicht nur die Bausubstanz, auch die Beleuchtung der Berufsschule Herisau ist ein typisches Beispiel der siebziger Jahre. Zweiflammige Leuchtstoffröhren hinter Milchglasabdeckungen verbreiten eine triste Atmosphäre. Lehrer und Schüler bewerten die Beleuchtung als «unangenehm», auch und vor allem aufgrund des mehrere Sekunden dauernden Flackerns beim Einschalten. Das rührt von den konventionellen Vorschaltgeräten, die die Lampen versorgen. Lehrer hüten sich vor häufigem Einund Ausschalten, was dazu führt, dass die Beleuchtung die meiste Zeit auf EIN ist. Das schützt allerdings die Anwesenden nicht vor unangenehmen Lichtverhältnissen: Die niederfrequent betriebenen Lampen flimmern ständig.

 
Lichtlabor METAS Bern
Bild: Lichtlabor METAS Bern
Die Planung von Beleuchtungsanlagen erfordert genaue Leuchtenkenngrössen. Das Bundesamt für Metrologie (Metas) liefert mit dem Drehspiegel-Goniophotometer Messungen hoher Genauigkeit. Leuchten mit ungeeigneter Lichtstärkenverteilung oder schlechtem Wirkungsgrad verschwenden wertvolle Energie oder können sich durch zu hohe Blendwerte negativ auf das Wohlbefinden und auf die Leistungsfähigkeit der Menschen auswirken. Erwünscht sind energieeffiziente Leuchten, die genügend Licht produzieren, ohne ermüdende Blendung zu verursachen. Wer eine Beleuchtungsanlage projektiert, benötigt lichttechnische Kenndaten, um die für die gestellte Aufgabe geeignete Leuchte auswählen und optimal einsetzen zu können. Diese Daten liefert das im Januar 2006 in Betrieb genommene Drehspiegel-Goniophotometer von Metas. Diese Anlage ermöglicht die Messung der Lichtstärkenverteilung von Leuchten, woraus sich dann auch Lichtstrom, Wirkungsgrad, mittlere Leuchtdichten sowie Blendwerte berechnen lassen.

 
Sparlampen im Test
Bild: Sparlampen im Test
Während fünf Monaten, zwischen Juni und Oktober 2007, wurden im Messlabor der Arcotronic AG in Zürich 14 verschiedene Typen von Sparlampen getestet. Die Kürung der Longlife-Lampen von Osram und Sunlux zu den Testsiegern überraschte wenig, auffallend sind die grossen Qualitätsunterschiede in den Bereichen Schaltfestigkeit und Aufstartzeit der übrigen Lampen. Gezeigt hat sich zudem, dass eine hohe Lampenqualität auch ihren Preis hat – umgekehrt müssen teure Lampen nicht unbedingt gut sein. Alle Lampen wurden vor den Messungen während hundert Stunden «eingebrannt» und dann wieder ausgeschaltet. Zur Bestimmung der Energieeffizienz (Lumen pro Watt lm/W) wurde im stationären Zustand nach fünfzehn Minuten Betrieb der Lichtstrom und die elektrische Leistung gemessen. Zur Bestimmung der Aufstartzeiten, die Lampen kommen dazu im kalten Zustand in die Ulbricht’sche Kugel, wird der steigende Lichtstrom kontinuierlich bis zum stabilen Zustand gemessen.

 
Die Zukunft des Lichts
Bild: Die Zukunft des Lichts
LED, Lichtquellen der Zukunft. Das theoretisch physikalische Maximum der Lichtausbeute im visuellen Bereich liegt bei 683 lm/W[Lumen/Watt]. Die besten heute existierenden und nutzbaren Lichtquellen haben eine Lichtausbeute von ca. 170 lm/W (Natriumdampflampen; Niederdrucktechnik).Glühlampen positionieren sich mit ca. 10 lm/W am unteren Ende der Skala. Dafür haben sie eine hundertprozentige Farbwiedergabe, was die neuen Lichterzeuger bis heute noch nicht erreichen. Die häufig eingesetzten Leuchtstofflampen erzeugen ca. 100 lm/W bei guter Farbwiedergabe. Laufend neu entwickelte Leuchtdioden (LED) erreichen im Labor bereits Werte von 150 lm/W und damit eine rund 50Prozent höhere Lichtausbeute gegenüber der Leuchtstofflampe.

 
LED-Museum der Universität Zürich
Bild: LED-Museum der Universität Zürich
Als erstes Museum der Schweiz sind seit März 2008 die Ausstellungsräume der archäologischen Sammlung der Universität Zürich mit einem modularen LED-Beleuchtungssystem ausgerüstet. Insgesamt wurden 450 Laufmeter Schienenprofil mit 140 LED-Strahlern aufgehängt. Die LED-Strahler der Firma Zumtobel haben eine Leistung von je 44 Watt und geben 1000 Lumen Licht ab. Nicht nur kann jeder einzelne Tempura-LED-Strahler in den Weisstönen von 2700 bis 6500 Kelvin stufenlos verändert werden, auch das gesamte Farbspektrum kann individuell per Knopfdruck einprogrammiert werden. Für die indirekte Deckenbeleuchtung wurden 54- bzw. 80-Watt-Fluoreszenzleuchtmittel mit total 6.4 kW installierter Leistung eingesetzt.

 
LED-Test im Kassensturz
Bild: LED-Test im Kassensturz
SAFE hat im Auftrag von Kassensturz und wwf Ende 2008 im Lichtmesslabor an der HTW Chur 16 Leseleuchten und 12 Spotlampen mit LED (Licht emittierende Dioden) bezüglich Energieeffizienz, Lichtmenge und Lichtqualität ausgemessen. Alle Produkte wurden im Oktober 2008 im Handel gekauft. Von den 16 Leseleuchten erhalten lediglich 2 Produkte eine gute Note. 6 Produkte schnitten genügend ab und 8 Produkte sind ungenügend. Von den 12 Spotlampen sind 3 Produkte gut und den vergleichbaren Sparlampenspots sowohl in Bezug auf Energieeffizienz als auch in Bezug auf Lichtqualität klar überlegen. 2 LED-Spots erhalten genügende Noten, die restlichen 7 Produkte sind ungenügend. Wie bei den Leseleuchten scheitern die meisten LED-Spots an der geringen Lichtmenge bzw. der schlechten Farbwiedergabe.

 
Glühlampenverbot
Bild: Glühlampenverbot
Per 1. Januar 2009 werden in der Schweiz die schlechtesten Glühlampen verboten. Es scheint, als ob jetzt endlich auch im Strombereich ernsthafte Effizienzpolitik gemacht wird. Doch bei Konsumenten herrscht Verunsicherung. Das dokumentieren die vielen Anfragen bei der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz S.A.F.E. Die Realität ist ernüchternd: es werden fast keine Lampen wirklich vom Markt verschwinden; Mit denm Schweizerischen Glühlamepenverbot können ca. 0,5% des Stromverbrauches eingespart werden. Das europäische Glühlampenverbot geht weiter.

 
Kennwerte von Lampen
Bild: Kennwerte von Lampen
Der Markt bietet heute eine unüberblickbare Vielzahl von Leuchtmitteln. Diese erzeugen je nach Anwendungsgebiet einen sehr kleinen Lichtstrom (Nachttischlampe) oder einen enorm grossen Lichtstrom (Flutlichtanlage). Die wesentlichen Qualitätsmerkmale sind Lichtqualität und Lebensdauer. Diese beiden Faktoren machen den teilweise grossen Preisunterschied zwischen vergleichbaren Produkten aus. Dieses Kompendium gibt einen Überblick über die verschiedenen Lampentypen, deren Eigenschaften, Anwendungen, Vorteile und Nachteile. Von der Funktionsweise gibt es zwei grundlegend verschiedene Prinzipien der Lichterzeugung. Die Thermostrahler (Glühbirne, Halogenspot) verbrauchen relativ viel Energie, die Entladungslamapen (Sparlampe, Leuchtstoffröhre, Hochdruckentladungslampen) benötigen für den Betrieb ein Vorschaltgerät und sind technisch anspruchsvoller. Die LED-Technolgie wird in dieser Zusammenstellung noch nicht behandelt.

 
Kennwerte von Leuchten
Bild: Kennwerte von Leuchten
Für die Lichtgestaltung von Räumen ist der Design der Leuchte sekundär. Wesentlich sind die Lichtwirkung im Raum und die Funktionalität der Sehaufgabe, z.B. lesen. Diese Eigenschaften werden unter anderem mit dem Lichtstrom (Lumen), der Lichtstärke (Candela) und den Blendungseigneschaften beschrieben. Ein Leuchtmittel wandelt die elektrische Energie in Lichtstrom um. Erst die Leuchte gibt dem Licht eine bestimmte Richtung. Mit Reflektoren aus Spiegeln oder eloxiertem Aluminium wird gezielt die Decke, eine Wand oder ein Tisch beleuchtet. Die Lichtstärke ist ein absoluter Wert in eine bestimmte Richtung im Raum. Dieser Wert ist entscheidend ob eine Sehaufgabe erfüllt wird oder ob die Leuchte blendet. Mit Blendschutz aus Gittern oder transluzenten Materialien wird die Leuchte optimiert und gestaltet. Das Kompendium gibt eine Übersicht über die typischen Arbeitsplatzbeleuchtungen und deren Effizienz.

 
LED in der Architektur
Bild: LED in der Architektur
Die eindruckvollste Architektur wird zu einem dunklen schemenhaften Gebilde in der Nacht, wenn kein Licht vorhanden ist. Mit der künstlichen Beleuchtung lassen sich einzelne Bauwerke auch bei Nacht bewundern und in ein Beleuchtungskonzept einbeziehen. Mit der Verwendung innovativer LED-Lichttechnologie sind wir in der Lage, Energie und Wirkung zu optimieren und dabei Effekte zu generieren, die wir bis dahin nicht kannten oder mit viel Aufwand.

 
LED in der Lichtplanung
Bild: LED in der Lichtplanung
Grundsätzlich ist festzustellen, dass die LED die Zukunftstechnologie im Beleuchtungssektor ist und es werden hohe Erwartungen an diese geknüpft. Es besteht eine hohe Akzeptanz und Begeisterung für diese Produkte auf dem Markt. Die Lichtstromausbeuten und die Stabilität bez. Helligkeit und Lichtfarbe werden zwar laufend verbessert, aber es sind verschiedene Fragen offen. Diese müssen beantwortet werden.

 
Farb- und Lichtqualität mit LED
Bild: Farb- und Lichtqualität mit LED
Grundsätzlich ist festzustellen, dass die LED die Zukunftstechnologie im Beleuchtungssektor ist und es werden hohe Erwartungen an diese geknüpft. Es besteht eine hohe Akzeptanz und Begeisterung für diese Produkte auf dem Markt. Die Lichtstromausbeuten und die Stabilität bez. Helligkeit und Lichtfarbe werden zwar laufend verbessert, aber es sind verschiedene Fragen offen. Diese müssen beantwortet werden.

 
Qualitätskennwerte mit Vivaldi
Bild: Qualitätskennwerte mit Vivaldi
Lichtqualität und Lichteffizienz sind messbar. Energieeffizienz ist in der Schweiz kein Fremdwort. Seit Jahren werden immer wieder energiesparende Lichtlösungen gefordert und umgesetzt. Dazu trägt einerseits das zunehmende Bewusstsein von Planern und Bauherren bei, aber auch das steigende Interesse an Labeln wie zum Beispiel Minergie. So hat sich die Schweiz eine starke Position und Sensibilität erarbeitet, die es nun gilt weiterzuentwickeln. Die Herausforderung liegt dabei nicht nur in der Energieeffi zienz, sondern vermehrt auch in der Berücksichtigung der Lichtqualität.

 
EVG-Adapter für T5-Leuchtstofflampen
Bild: EVG-Adapter für T5-Leuchtstofflampen
T5-Leuchtstofflampen sind etwa 50mm kürzer als T8- bzw. T12-Lampen und können daher nicht ohne weiteres in bestehenden Leuchten eingesetzt werden. Einige Zubehörfirmen bieten Adapter mit eingebautem EVG an und ermöglichen so ein Umrüsten der bestehenden Leuchten. Verschiedene Fragen bleiben bei diesem «Update» unbeantwortet.

In der Zwischenzeit sind neue Systeme auf den Markt gekommen, die teilweise für einfache Beleuchtungsverhältnisse genügen können. Ein neuer Bericht des Bundesamtes für Energie BFE, ausgearbeitet von Mitarbeitern des Bundesamt für Metrologie METAS gibt eine Übersicht über die gegenwärtig erhältlichen Systeme.


 
Ratgeber Wohnbeleuchtung
Bild:  Ratgeber Wohnbeleuchtung
Dieser Ratgeber für eine effiziente und komfortable Beleuchtung in Haushalten enthält eine umfassende Übersicht und viele nützliche Tips, wie Sie für Ihre Beleuchtungen ohne Komforteinbusse Strom sparen können. Die Zahl der Lampen hat sich in den Schweizer Haushalten in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Im Schnitt brennen heute 24 Lampen in jeder Wohnung. Mit einer durchdachten Einrichtung und dem Ausschöpfen aller Sparmöglichkeiten können Sie bis zu 80% an Energie und Kosten für die Beleuchtung einsparen. Bei Stromsparlampen und LED-Lampen entsteht rund fünfmal mehr Licht als bei Glüh- und Halogenlampen. Deshalb benötigen sie viel weniger Energie, um gleich hell zu leuchten.

 
Qualitätskriterien der LED-Beleuchtung
Bild:  Qualitätskriterien der LED-Beleuchtung
Mit der LED (Licht emittierende Diode) kommt eine grundsätzlich neue Technologie für die Raumbeleuchtung zum Einsatz. Der Schritt von den herkömmlichen Lampen zur LED kann mit dem Wechsel von der Schreibmaschine zum PC oder der Schallplatte zur CD verglichen werden. Aktuell liegt die Effizienz der LED im Bereich der Sparlampe, wird aber wahrscheinlich bis in 5 Jahren besser als jedes andere Leuchtmittel sein. Dann dürfte der vollständige Durchbruch der LED-Technik für (fast) alle neuen Beleuchtungen sicher sein. Damit die Wahl für eine LED-Beleuchtung am richtigen Ort und zur richtigen Zeit getroffen werden kann, ist eine sorgfältige Markbeobachtung mit besonderem Augenmerk auf die Schlüsselkriterien Energieeffizienz, Lebensdauer und Farbwiedergabe notwendig.

 
Coop Megastore - Oberwil (BL)
Bild: Coop Megastore - Oberwil (BL)
Der im Mai 2010 eröffnete Coop Megastore in Oberwil ist so gross wie ein Fussballfeld. 40 000 Produkte sind im Angebot, davon rund 350 Sorten im Frischbereich, 10 000 im Pflege- und Kosmetiksortiment. Hier sind die Eigenschaften von LED direkt qualitätsrelevant: Frisch- und Pflegeprodukte sowie Nahrungsmittel bleiben länger haltbar, weil LED keine Wärme absondert. Durch das LED-Licht erscheinen die Produkte farbecht und die Textilien behalten ihre Farbe. Für die Grundund und die Objektbeleuchtung wurden zwei verschiedene LED-Leuchten eingesetzt, wovon eine Minergie-zertifiziert ist.

 
Vogelwarte - Sempach (LU)
Bild: Vogelwarte - Sempach (LU)
Ende 2009 zog die Vogelwarte Sempach in einen 3-stöckigen Neubau, der als zukunftsweisendes Beispiel für ökologisches Bauen realisiert wurde. Das Forschungsgebäude trägt das Label Minergie-P-Eco. Als logische Konsequenz erfüllt auch die Beleuchtung die höchsten Ansprüche an Komfort und Energieeffizienz. Die gewählte Lösung, LED-Downlights mit Bewegungsmeldern, erhellt nach Bedarf die Verkehrswege und den Ausstellungsraum und überzeugt hinsichtlich Lichtqualität und sehr geringem Stromverbrauch.

 
Musikpavillon - Luzern (LU)
Bild: Musikpavillon - Luzern (LU)
Im Kurpavillon an der Luzerner Seepromenade sorgen LED-Lampen für stimmungsvolles Bühnenlicht am Abend. Im Innenraum der Bühnenmuschel ersetzen die 1,5-W-LED-Lampen die alten 40-W-Glühbirnen. Eine speziell angefertigte Ummantelung aus schlagfestem Acrylglas schützt die 58 exponierten LED-Leuchten. Zusätzlich erhellen 5 HIT-Strahler den Freiluft- Bühnenraum. Der Pavillon wurde 2008 sanft renoviert und steht zusammen mit dem umgebenden Kurpark unter kantonalem Denkmalschutz.

 
Parlamentsbibliothek - Bern (BE)
Bild: Parlamentsbibliothek - Bern (BE)
Die Parlamentsbibliothek befindet sich im Bundeshaus West und erstreckt sich über ein Grundgeschoss und eine Galerie mit Arbeits-, Lesebereich und Regalen. Die LED-Regalbeleuchtung wird über Bewegungsmelder gesteuert: Beim Betreten der Galerie werden die LED zugeschaltet, um die notwendige vertikale Beleuchtungsstärke auf die Bücherwand zu erhalten. Auf den Arbeitsflächen sind LED-Tischleuchten platziert, die ein angenehmes Arbeiten ermöglichen. Als Grundbeleuchtung dienen über Tageslichtsensoren gesteuerte Pendelleuchten mit Fluoreszenzlampen, die den Raum sanft erhellen.

 
Cafeteria Ribag - Safewil (AG)
Bild: Cafeteria Ribag - Safewil (AG)
In ihrem modernen Neubau im aargauischen Safenwil rückt die Firma Ribag, Herstellerin von Leuchten und Lichtsystemen, ihre Produkte ins perfekte Licht. Im 2009 erstellten Gebäude ist jeder Büro- und Geschäftsraum als Licht-Showroom eingerichtet. Der Kunde hat die Möglichkeit, die neuste Lichttechnik mit zahlreichen Varianten vor Ort und mit Bezug zur direkten Anwendung zu besichtigen. Die betriebseigene Cafeteria wurde mit einer kombinierten Fluoreszenz-LED-Pendelleuchte mit Betalight-Technologie ausgerüstet. Diese Hybrid-Leuchte ist Minergie-zertifiziert.